Dienstag, 10. Mai 2016

FLORIDA - Miami, Key West, Everglades & Fort Lauderdale

So da bin ich wieder um euch wie versprochen von dem Florida Urlaub mit meinen Eltern zu erzählen. Macht euch auf einiges zu Lesen und viele Bilder gefasst! 


Tag 1 - Hinflug & Miami Beach 

 

Nachdem meine Eltern zwei Tage bei mir in Potomac verbracht haben ging es am Sonntag (24. April) früh um halb fünf zum Ronald Reagan Flughafen. Lieber Weiße hat uns die Louisa hingefahren, da um solch eine Uhrzeit zum Sonntag noch keine Metro fährt. Dort angekommen hat alles super geklappt, sodass wir um halb sieben mit dem Flieger Richtung Fort Lauderdale starten konnten. Fort Lauderdale ist der "Urlaubsort" neben Miami und da wir ja eh ein Mietauto hatten, war es kein Problem nicht direkt in Miami zu landen. Vom Flughafen zur Mietstation von Sixt war auch alles super mit Shuttlebussen geregelt, sodass wir gegen 10Uhr glücklich in unserem silbernen Hyundai Tucson saßen und uns auf den Weg nach Miami Beach machen konnten. Zunächst war es noch ein bisschen aufregend, da mein Papa ja normaler Weiße kein Automatik fährt und Amerikas Straßen auch gewöhnungsbedürftigt sind, aber dass hatten wir ganz schnell raus. Nach einer knappen Stunde Fahrt haben wir einen Parkplatz in Miami Beach direkt am South Beach gefunden. Dort haben wir uns erstmal ein schönes Plätzchen gesucht und dann hieß es ins Meer springen, baden und ein paar Fotos machen um alle in Deutschland neidisch zu machen. :D

Let´s go!
Unser Flieger
Start bei Sonnenaufgang
Kostenloser Dunkin Donut Kaffee zum Aufwachen
Landen bei schönstem Wetter
Die Mietstation
Unser Mietauto
Mit schickem Kennzeichen :D
Die Straßen in Miami :D
American Airlines Arena (hier spielen die Miami Heats Basketball & es finden so einige Konzerte und Events statt)
Miami Beach *-*
Grüße an meine Melonencrew ;*
 

Nachdem wir uns genug am Strand ausgeruht hatten, sind wir noch ein bisschen durch Miami Beach gelaufen. Unter anderem brauchten wir noch den Mautpass für Florida. Dieser heißt "Sunpass" und ist wie ein kleiner Sticker den man an die Frontscheibe vom Auto klebt. In diesem Sticker befindet sich ein kleiner Chip welcher mit einem Online Account verknüpft ist auf den man dass jeweilige Geld drauf lädt. Wenn man dann durch die Mautkontrollen auf der Autobahn fährt (gibt es in Florida so einige), wird automatisch das Geld (meist nur ein paar Cent) vom Account abgezogen. Der Pass hat einmalig 5$ gekostet und wir haben noch 10$ drauf geladen. Das hat auch super für unseren ganzen Aufenthalt gereicht. Gekauft haben wir den Pass bei Walgreens (einem typischen amerikanischen Supermarkt). Als das nach ein paar Verständigungsschwierigkeiten mit der Verkäuferin erledigt war (sie wusste einfach nicht was wir haben wollen), ging es weiter zu DER Straße in Miami Beach: dem Ocean Drive. Die Straße verläuft parallel zum Strand entlang und man kann dort die verrücktesten Sachen entdecken. Nicht nur dass ein teueres Auto nach dem anderen dort parkt. Die Frauen haben keine scheu nur im Tanga über die Straße zu laufen, egal welche Figur sie besitzten und so einige Male kann man wohl auch Frauen sehen die direkt oberkörperfrei den Fußweg entlang laufen. Außerdem scheint es völlig normal zu sein sich lautstark mit seinen Kumpels zu unterhalten, sodass die ganze Straße es mitbekommt. Egal ob persönlich oder am Telefon. Noch dazu ist die komplette Straße voller Bars, welche selbst um 16 Uhr schon komplett besetzt waren und gern werden die teuren Autos auch mit lauter Musik fahrend auf der Straße präsentiert. Man wurde praktisch in eine ganz andere Welt hinein geworfen. Insgesamt fande ich die Mentalität der Menschen in Florida nochmal ganz anders als in Washington DC. Während die Leute in Washington gut mit uns Deutschen zu vergleichen sind, würde ich die Mentalität der Menschen aus Florida eher mit denen aus Spanien oder vielleicht der Türkei vergleichen (obwohl da die Frauen ja nicht so freizügig rumlaufen sollten :D). Die Menschen sind sehr offen, gesprächig und haben keine Scheu sich selbst und was sie besitzten zu präsentieren. Der Ocean Drive ist nicht sehr lang, sodass man ihn gut einmal ablaufen kann. Auf dem Rückweg sind wir dann durch den Lumus Park gelaufen, welcher zwischen Strand und Ocean Drive liegt. Das Tolle ist, dass dieser Park nicht aus normalen Bäumen besteht, sondern komplett aus Palmen. Das gibt dem Ganzen ein ganz besonderes Feeling und sieht wunderschön aus.

Walgreens
Mautpass kaufen
Unterwegs zum Ocean Drive...
Meine neuen Klamotten wurden selbstverständlich ausgeführt :D
Lumus Park
Genau die richtige Palmengröße für mich :D
Nach unserer kleinen Tour durch Miami Beach ging es also zum Hotel, welches ein bisschen außerhalb von Miami lag (ca. eine halbe Stunde Fahrt). Unser Zimmer war sauber und ordentlich und das Hotel im Ganzen auch sehr gut wenn man einfach nur was zum Schlafen braucht. Wir haben uns jedenfalls wohlgefühlt. Zum Abendessen haben wir uns nochmal aufgerafft und sind zum nahliegenden Pizza Hut gefahren, wo es für jeden eine leckere Pizza gab. Am Abend hat sich außerdem herausgestellt wie stark doch die Sonne in Miami sein kann. Zwar hatten wir uns eingecremt, allerdings war nicht ein Stück Schatten am Strand, sodass wir den ganzen Tag in der prallen Sonnen gelegen haben und dementsprechend auch alle sehr rot geworden sind.

Unser Hotel "La Quinta Inn Miami Airport North"
Pizza Hut
Sonnenbrand

Tag 2 - Key West 

 

Am nächsten Tag hieß es nochmals früh (6 Uhr) aufstehen, denn es ging nach Key West. Das ist die südlichste Insel Amerikas und um zu ihr zu kommen muss man über den 205 Kilometer langen Oversea Highway (Teil des Highway Number 1) fahren, welcher 40 Inseln miteinander verbindet. Das hieß für uns 4h Fahrt. Allerdings verging die Zeit relativ schnell, da es ja überall viel zu schauen gab. Am tollsten war es, als wir über die Brücken gefahren sind und man rechts und links nichts weiter als den Ozean und vielleicht ein paar Inseln in der Ferne gesehen hat.

Fahrt nach Key West
Erstmal raus aus Miami
Pause am Kiosk um Trinken zu holen
Ich durfte auch mal Probesitzen
Highway N°1
Oversea Highway

Bei wunderschönstem Wetter sind wir schließlich in Key West angekommen, haben das Auto abgestellt, uns diesmal mit viel Sonnencreme versorgt und dann ging es los die Insel erkunden. Da Key West eine sehr kleine Insel ist, konnte man alles super zu Fuß erreichen. Zunächst ging es auf die Duval Street, auf welcher sich ganz viele Bars, Cafe´s, Souvenirshops und schöne Häuser befinden. Also haben wir direkt ein paar Postkarten gekauft. Außerdem gab es für meinen Papa eine Amerika Cap und für mich eine Schneekugel. Diese ist zur Abwechslung allerdings mal nur mit Sand anstatt mit  Wasser gefüllt. Von der Duval Street haben wir einen kleinen Abstecher zum Ernest Hemingway Haus gemacht. Dort lebte der US-amerikanische Schriftsteller von 1931-1939 und heute ist es ein Museum über ihn und seine Werke. Wir haben es uns allerdings nur von außen angeschaut. Direkt neben dem Haus steht ein kleiner unscheinbarer Leuchtturm, welchen wir uns natürlich auch angeschaut haben. Von dort ging es wieder zurück auf die Duval Street um im Cafe Moka eine kleine Pause mit Kaffee, Milschshake und den für Key West typischen Key Lime Pie (Limettenkuchen) zu essen. Dieser war super lecker!


Kirche auf der Duval Street

Sooo schöne Häuser

Kokosnüsse
Bar mit ganz vielen Dollarscheinen an der Decke
Im Souvenirladen rumstöbern

Vom Haus selbst konnte mal leider nicht viel sehen
Leuchttum
Cafe Moka
Key Lime Pie


Auf unserer nächsten Etappe ging es zum Southernmost Beach (dem südlichsten Strand). Dieser war allerdings sehr klein und auch nicht so schön, weshalb wir direkt weiter zum bekannten Southernmost Point (dem südlichsten Punkt) gelaufen sind. Natürlich wollten wir auch ein Foto davor haben und mussten uns mit einigen anderen Touris für eine halbe Stunde an der langen Schlange anstellen. Was so besonders an dieser "Boje" ist? Dieser "Punkt" ist zum einen das Markenzeichen von Key West und zum anderen eben die südlichste Stelle Amerikas, von der es nur noch 90 Meilen bis nach Kuba sind. Als das erldigt war wollten wir uns nur noch an den Strand legen und ein bisschen ausruhen. Also ging es zum Higgs Beach, welcher wesentlich größer und schöner war. Dort haben wir uns in den Schatten der Palmen gelegt und vom vielen Laufen ausgeruht. 

Southernmost Beach
Southernmost Point
Higgs Beach


Am Nachmittag haben wir uns auf den Weg zum Mallory Square (einer Promenade) gemacht, wo um 19:54 die Sonne untergehen sollte. Auf dem Weg sind wir noch an einem super Restaurant vorbeigekommen. Im "Caroline´s" gab es ganz viele verschiedene Sandwiches und das für super Preise! Ich war sehr froh, dass ich mir mit meiner Mama eine Portion geteilt habe, da die Sandwiches noch dazu riesig waren. Danach sind wir am Tropic Cinema (Kino auf Key West), vor welchem Marilyn Monroe posiert und am Little White House (dem kleinen Weißen Haus) vorbeigekommen. In diesem hatte der US-amerikanische Präsident Harry S. Truman sein Winter Quartier. Heute ist es ein Museum. Leider hatte alles schon geschlossen, sodass wir noch nicht einmal einen Blick auf das Haus ergattern konnten. Deshalb konnte ich leider nur das Schild fotografieren. Am Mallory Square angekommen, haben wir schon die Menschenmassen entdeckt welche alle auf die untergehende Sonne gewartet und dem Feuerspuker zugeschaut haben. Außerdem haben wir das Disney Schiff, auf welchem ich damals mit meiner Gastfamilie in der Karibik war, wieder gesehen, da es am Hafen angedockt hatte. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es das selbe war, da auf ihm "Disney Magic" stand und es laut meinen Gasteltern auch nur ein Schiff davon gibt. Dafür dass die Menschen immer so von dem Sonnenuntergang in Key West schwärmen, fande ich es nicht so spektakulär, aber schön war es natürlich trotzdem. Nachdem die Sonne im Ozean verschwunden war, haben wir uns auf den Rückweg zum Auto gemacht. Vorbei ging es an sehr vielen Bars und Restaurants wo die meisten Menschen gerade einkehrten. Die Rückfahrt mit dem Auto fühlte sich zwar langsamer an, da es im Dunklen nichts zum anschauen gab, allerdings waren es diesmal nur 3 Stunden Fahrt, sodass wir Mitternacht erschöpft aber auch sehr glücklich ins Bett fallen konnten.

Lecker Dinner im "Caroline´s"
Hard Rock Cafe
Tropic Cinema
Little White House (leider schon geschlossen)
Mallory Square
Shipwreck Museum
Key West Aquarium
Alle wollen den Sonnenuntergang sehen

Disney Magic Schiff
Chocolate & Key Lime Pie Factory

 

 Tag 3 - Everglades & Miami

 

 Am nächsten Morgen haben wir erstmal ein bisschen ausgeschlafen und wollten eigentlich zum Frühstück im Hotel gehen. Leider gab es das nur bis 9 Uhr und es war schon fast um 10 Uhr. Also haben wir kurzer Hand beschlossen im IHOP früstsücken zu gehen, da das ja eh mein Lieblingsrestaurant ist und ich mit meinen Eltern da sowieso hin wollte. Wie immer gab es lecker Pancakes, Waffeln & Frenchtoast mit Rüherei & Bacon. Meine Eltern fanden es auch super! 

Frühstück im iHOP


Während des Früstücks habe ich Tickets für eine Everglades Tour gebucht, sodass wir direkt danach dort hinfahren konnten. Nach 45 Minuten Fahrt sind wir am "Sawgrass Recreation Park" angekommen, wo wir uns nochmals angemelden mussten und ein grünes Armband zur Erkennung und Ohrenstöpsel für die Bootstour bekommen haben. Nach ein paar weiteren Minuten Wartezeit ging es auf unser Airboat. Unser Kapitän hieß "Captain Chuck" und war sehr lustig drauf. Mit dem Boot, welches wirklich ein riesen Krach gemacht hat (gut dass wir die Ohrenstöpsel hatten), ging es für eine halbe Stunde raus ins Sumpfgebiet. Bsi auf die Wasserpflanzen, die aus dem Wasser herausragen, gab es nicht so viel zu sehen. Allerdings war es sehr cool mit dem Boot über das Wasser zu düsen. Nach einer Weile haben wir dann tatsächlich zwei Alligatoren gefunden, in deren Nähe unser Kapitän das Boot abgestellt hat und uns allen die Möglichkeit gegeben hat ein paar Fotos zu machen. Der erste Alligator ist dann auch schnell vor unserem Boot abgehauen, während der zweite Allgiator begonnen hat unserem Boot zu folgen. Das war ziemlich witzig, da ein paar Leute auf dem Boot direkt Angst bekommen haben. Ich fande es war eine schöne Erfahrung - Wann sieht man schonmal einen Alligator in der freien Natur?
Nach der Bootstour konnte man noch kostenlos in eine kleine Tierausstellung, in der man neben Krokodilen und Alligatoren auch noch Schlangen, Schildkröten, Raubvögel, Raubkatzen & Stinktiere anschauen konnte. Am Besten fande ich, dass man die Möglichkeit bekommen hat einen Baby Alligator in den Händen zu halten. Dem armen Kleinen wurde zwar das Maul mit Tape zugebunden, da er wohl ganz gerne zuschnappt, allerdings wurde auch darauf geachtet, dass er das Tape nicht zu lange trägt und nachdem alle ein Foto hatten wurde er direkt wieder zu seinen Kumpels ins Wasser gelassen. Der kleine Aligator hat sich ganz weich angefühlt. :) Danach haben wir noch bei einer Alligatorenshow zugeschaut. Der Tierwärter hat uns gezeigt wie genervt Alligatoren eigentlich von uns sind, weil sie uns in der freien Natur niemals als Fressen ansehen würden, außer wir stellen eine Gefahr für sie dar. Da die Alligatoren in der Ausstellung ebenfalls wussten, das der Wärter keine Gefahr ist, sind sie bloß immer genervt vor ihm abgehauen bzw. haben sich einfach gar nicht bewegt auch wenn er sie angefasst hat. Es war also sehr interessant zu hören wie ungefährlich Alligatoren für uns Menschen sein können. Allerdings sollte man nicht austesten, ob dies auch wirklich immer der Fall ist. :D

Airboat
Unser Captain Chuck
Mitten in den Everglades
Ein Alligator folgt uns
Tierausstellung
Wer dachte kurz es ist echt? xD Ich bin nämlich selbst davor erschrocken...
Die Baby Alligatoren
Ich darf einen halten!
Alligatorshow

Riesen Schildkröte

Da die Tour ja nicht den ganzen Tag gedauert hat, ging es am Nachmittag nochmal rein nach Miami auf die "Miracle Mile". Laut Reiseführer soll das DIE Straße zum Shoppen in Miami sein, allerdings haben wir bis auf einige Boutiquen nicht viel gesehen. Trotzdem war es sehr schön die Straße entlang zu laufen, da mal wieder überall Palmen standen und auch die Häuser und ein paar Springbrunnen sehr schön aussahen. Außerdem konnten wir den Zwischenstopp in Miami nutzen um im nahgelegenen Supermarkt ein paar Getränke zu kaufen. Zum Dinner ging es zu "Denny´s" (einem typisch amerikanischen Restaurant), welches direkt neben unserem Hotel lag. Dort war ich selber auch noch nie und es war sehr lecker!






 Tag 4 - Fort Lauderdale

 

Am Mittwoch und leider unserem letzten Tag in Florida ging es nochmal in den Nebenort von Miami, Fort Lauderdale. Dort lässt sich noch ein bisschen schöner Urlaub machen, weil die Strände einfach etwas weitläufiger und besser sind. Wir waren auch ganz begeistert vom Fort Lauderdale Beach, da er ganz viele Palmen besitzt, welche super Schatten spenden und vom Wasser hat man ein tolle Sicht auf die Skyline von Fort Lauderdale. Wir haben also den Tag damit verbracht uns in den Schatten der Palmen zu legen, zu baden und  ein teures aber auch leckeres Eis an der Promenade zu essen. Um 16 Uhr mussten wir uns leider aufraffen, um unser Mietauto abzugeben, zum Flughafen zu fahren und um 20 Uhr schließlich zurück nach Washington DC zu fliegen. Was wir am nächsten Tag noch erlebt haben, habe ich ja schon in meinen vorherigen Post geschrieben. 

Fort Lauderdale Beach
Sooo viele schöne Palmen *-*
Eis essen
& Tschüss sagen!

So ich hoffe ich habe euch nicht mit Bildern und Erlebnissen erschlagen und freue mich wenn ihr ganz unten angekommen seid. :D Ich möchte auch noch mal ganz lieb Danke an meine Eltern sagen, welche diesen tollen Urlaub mit mir gemacht haben! Es war wunderschön! Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich Key West als meinen Favorite nennen, allerdings war alles andere auch eine super Erfahrung und unser Wetter war natürlich perfekt! :)

Freut euch auf den nächsten Post!

Eure Sara






Mittwoch, 4. Mai 2016

Besuch von Mama & Papa



Hallo ihr Lieben!
Vor 12 Tagen (auch schon wieder lange her...) war es endlich so weit! Ich habe meine Eltern nach 8,5 Monaten wieder gesehen! Die ganze Woche war ich total aufgeregt. Meine Kids hatten ab Mittwoch Springbreak (also "Frühlingsferien"), wodurch ich wenigstens ein bisschen abgelenkt war, da ich die Kids den ganzen Tag hatte. Freitag Morgen habe ich dann erstmal meine Gastfamilie zum Flughafen gefahren, da diese über die Ferien für ein paar Tage mit den Großeltern auf die Bahamas nach Atlantis (einer Hotelanlage, welche sich auf einer ganzen Insel befindet und ihre eigenen Hai- und Delphinbecken hat) geflogen sind. Zurück zu Hause habe ich noch mein Zimmer in beste Ordnung gebracht und dann ging es auch schon los, meine Eltern vom Flughafen abholen. Leider konnte ich nicht das Auto nehmen, da meine Gasteltern im Notfall ja gerade im Flieger gesessen hätten. Also habe ich mich für 1,5h in Metro und Bus gesetzt. Am Ausgang der internationalen Flüge musste ich noch eine knappe Stunde mit rasendem Herzen auf die sich ständig öffnende Tür starren, in der Hoffung das die Nächsten, die rauskommen, meine Eltern sind. Das Warten hat sich schlussendlich gelohnt und ich konnte meine Eltern mit ein paar Tränchen in den Augen in die Arme schließen. Es war soo schön und ich konnte gar nicht realisiern das sie plötzlich neben mir standen. Es hat sich wirklich gar nichts verändert gehabt. Bis auf den Ort wo wir waren natürlich. :D Überglücklich ging es dann 1,5h wieder mit Metro und Bus nach Hause. Natürlich nicht ohne die erste Hürde: Mitten in DC, beim Umsteigen in eine andere Bahn, haben wir meine Mama verloren. Die Türen der Metro haben sich einfach vor der Nase meiner Mama geschlossen und die Bahn ist losgefahren. Mein Papa und ich haben uns erstmal etwas verdutzt angeschaut, doch schließlich musste ich eher lachen. Ich wusste ja dass wir sie schon wieder finden würden. Nach ein paar SMS und noch einer zusätzlich defekten Bahn, aus der Mama wieder aussteigen musste, haben wir uns an der richtigen Station wieder gefunden. Die letzten 15 Minuten ging es mit dem Auto nach Hause. Dort habe ich erstmal eine Hausführung gemacht und mein Papa hat sich mit unserem Hund Lincoln angefreundet. Schließlich ging es in den Supermarkt ein paar Dinge fürs Frühstück einkaufen. Um meine Eltern direkt richtig in Amerika zu begrüßen sind wir zum Abendessen in das typischste amerikanische Restaurant was ich kenne, das Silver Diner, gegangen. Meine Eltern waren auch sehr begeistert! Danach ging es zeitig ins Bett, da meine Eltern ja schon 24h ohne Schlaf unterwegs waren und ich am nächsten Tag einiges für sie auf dem Plan stehen hatte. 

Begrüßung am Flughafen
Dinner im Silver Diner
Sightseeing in Washington DC stand nämlich am Samstag an und das meiste muss man in DC schon erlaufen, weshalb wir knappe 5 Stunden unterwegs waren. Am Morgen hat es noch geregent, weshalb wir ganz gemütlich gefrühstückt haben (mit deutschen Aufbackbrötchen!!) und uns dann in der Hoffnung, dass die Sonne rauskommt, mit der Metro auf den Weg gemacht haben. Diesmal sind wir auch alle bei einander geblieben. :) Unsere Tour hat an der Union Station gestartet, von der man direkt zum U.S. Capitol laufen kann. Der Regen hatte zum Glück aufgehört und zu meiner Überraschung haben sie ein bisschen Gerüst, welches bisher immer um die Kuppel des Capitols angebracht war, abgebaut. Das Capitol sah gleich viel eleganter aus und endlich konnte man auch die "Statue of Freedom" auf der Spitze des Capitols erkennen. 

Ich habe es vermisst <3

Auf nach DC...

Union Station

U.S. Capitol
Leider mit grauen Himmel...
... dafür aber auch mit Mama & Papa! :)
 Weiter vom Capitol ging es entlang der National Mall (dem Park, in dem sich alle wichtigen Sehenswürdigkeiten befinden) bis zum Monument. Dort haben wir einen kleinen Abstecher zum Tidal Basin gemacht. Das ist der See, um welchen die Cherry Blossom Bäume gepflanzt sind und an dem das Jefferson Memorial steht. Ich habe die Bäume gar nicht mehr wieder erkannt. Vor einem Monat waren sie komplett mit rosa Blüten ausgestattet und plötzlich hatten sie nur noch ganz normale grüne Blätter. Nach ein paar Fotos ging es weiter zum World War 2 Memorial (Denkmal des 2. Weltkrieges) und schließlich zum Lincoln Memorial wo man meiner Meinung nach immer noch den schönsten Blick auf DC hat, da man vor sich geradlinig aufgereiht das World War Memorial, das Monument und das Capitol betrachten kann.
National Mall
Washington Monument
Kaum wieder zu erkennen...
Tidal Basin mit Jefferson Memorial
World War 2 Memorial
Lincoln Memorial

Mein Lieblingsblick *-*

 Wie ihr schon auf den Bilder erkennen könnt, ist die Sonne dann auch endlich aus ihrem Versteck gekommen, so dass wir eine kleine Pause am Lincoln Memorial eingelegt haben um unsere geschmierten Sandwiches zu essen. Danach sind wir auf die nächste Attraktion zugesteuert: Das Weiße Haus. Natürlich durften auch dort ein paar Fotos nicht fehlen und weiter ging es vorbei am Souvenirladen, durch Downtown zum Verizon Center in Chinatown. Der Verizon Center ist die große Halle wo wir letztes Mal beim Basketballspiel waren. Ich hätte sie meinem Papa gern von innen gezeigt, da dort ja auch die Eishockeymannschaft spielt und er Eishockey sehr mag, aber leider war sie geschlossen. Also haben wir noch ein paar Postkarten gekauft und dann ging es auch schon wieder nach Hause.

Das Weiße Haus

Kochschürtzen im Souvenirladen anprobieren
Downtown
Chinatown
Nach Hause mit der Metro...
... & dem Auto (ja das Ding fahr ich immer) :)
 Zu Hause angekommen haben wir uns kurz ausgeruht und dann ging es auch schon weiter in die berühmte Westfield Montgomery Mall (die Mall, die nur 10 Minuten von mir weg ist). Dort haben wir meiner Mama erstmal einen amerikanischen Vertrag für ihr Handy besorgt und uns schließlich mit meinen Mädels bei Panda Express (dem Asiaten) zum Dinner getroffen. Ich war richtig glücklich meinen Eltern meine neuen Freunde vorzustellen und es haben sich auch alle gut verstanden. Wie immer gab es das leckere Orangen Chicken mit Reis bzw. Nudeln und natürlich einen Glückskeks. Meine Eltern fanden es auch sehr lecker! Nachdem wir noch eine Weile zusammen gequatscht haben, mussten wir die Mädels schon wieder verabschieden und sind nochmal durch ein paar Läden gestöbert. Mein Papa hat sich ein Eishockey Shirt von den Washington Capitols gekauft und meine Mama Duschbad aus dem tollen Kosmetikladen Bath & Body Works. Wieder ging es nicht so spät ins Bett, denn am nächsten Morgen hieß es für uns um 4 Uhr aufstehen! 

Von Sonntag bis Mittwoch haben wir eine tolle Zeit in Florida verbracht. Darüber werde ich allerdings einen extra Post schreiben, da es so einiges zu erzählen gibt und dieser Post hier damit etwas zu lang werden würde. Ich möchte euch allerdings noch berichten was wir am Donnerstag gemacht haben, als wir wieder zurück gekommen sind:

Eigentlich wollte ich meinen Eltern gern die Great Falls zeigen. Allerdings hatten wir nach dem wunderschönen Wetter in Florida etwas Pech. Es hat den ganzen Tag geregent und die Great Falls hätten sich bei solch einem grauen Himmel einfach nicht gelohnt. Also haben wir nochmals lecker mit deutschen Brötchen gefrühstückt, Wäsche gewaschen und die Urlaubsfotos sortiert. Als das geschafft war ging es nochmal in die Mall um in ein paar Läden zu schauen, da wir ja beim ersten Mall nicht so viel Zeit hatten. Zu guter Letzt durfte natürlich die Cheesecake Factory nicht fehlen. Meine Mama hat ein leckeres Stück Schokoladen Cheesecake gegessen und ich meinen Favorite, Bananen Cheesecake. Mein Papa hat von beiden gekostet. :)


Am Abend stand dann noch das Aufregenste für meine Eltern an: Das Kennenlernen meiner Gastfamilie. Meine Gastmum hat ein leckeres Dinner gekocht. Es gab BBQ Hähnchen, Reis, grüne Bohnen und Brokkoli. Wir haben uns über unseren Urlaub und so einige andere Dinge unterhalten und ich muss sagen, dass meine Eltern sich super mit der Sprache geschlagen haben. :) Meine Mama hatte meinen Kids als Gastgeschenk allen eine Minion Mütze gehäkelt, welche super ankam, für meinen Gastdad gab es eine fette Oreo Schokolade und für meine Gastmum deutschen Rotwein. Zu meiner Überraschung hat mir meine Gastmum sogar erlaubt etwas mit zutrinken. Angeblich weil meine Eltern dabei waren. War sehr lecker mal wieder deutschen Wein zu trinken. :) Praktischer Weiße lief an dem Abend noch ein wichtiges Eishockeyspiel im Fernsehen, welches wir nebenbei schauen konnten. Nach einem schönen Abend sind wir dann erschöpft ins Bett und am nächsten Morgen hieß es für uns erstmal verabschieden. Meine Eltern machen jetzt noch eine Tour mit dem Wohnwaagen durch den Nordosten der USA und übernächstes Wochenende treffe ich sie nochmal in New York. 

Freut euch auf den Florida Post!

Eure Sara